LogCoop - Kooperation der Transport- und Logistikbranche

Rüdinger Spedition investiert in 40 neue Lkw

Vier Millionen Euro für modernere und umweltfreundlichere Fahrzeugflotte


Seit Sommer dieses Jahres stellt die Krautheimer Rüdinger Spedition aus dem baden-württembergischen Hohenlohekreis jede Woche zwei neue Lkw in Dienst. „Insgesamt investieren wir in 25 Sattelzugmaschinen und 15 Motorwagen der Marken Renault, Daimler und Iveco“, berichtet Firmenchef Roland Rüdinger. Der Löwenanteil der Fahrzeuge wird zur Erneuerung und Modernisierung der Fahrzeugflotte verwendet, lediglich zehn Laster dienen der Erweiterung auf nunmehr 160 Lkw. Insgesamt investiert die Fachspedition für den Maschinen- und Anlagenbau und Lagerlogistik hierfür vier Millionen Euro.


„Unsere neuen Lkw sind mit extrem sauberen Euro-VI-Motoren ausgestattet“, so Rüdinger weiter. Dank dieser Technik werden dem Umweltbundesmat zufolge die Grenzwerte für Lkw bei Partikeln um etwa 67 Prozent und bei Stickstoffoxiden sogar um 80 Prozent gegenüber Euro V gesenkt. Neben einer umweltfreundlicheren Technik freut sich der Logistiker zudem über den sparsameren Kraftstoffverbrauch der neuen Fahrzeuge von immerhin fünf Prozent. Insgesamt werden mit Abschluss seiner bisher umfangreichsten Flottenerneuerung 70 Prozent seiner Fahrzeuge nach modernsten Umweltstandards unterwegs sein.

Einfachere Ladungssicherung
Trotz seiner Managementaufgaben ist der Unternehmer nach wie vor auch als VDI-Ladungssicherheitstrainer unterwegs. Als Praktiker hat er bei den neuen Aufbauten der Fahrzeuge Böden mit spezieller Anti-Rutsch-Beschichtung einbauen lassen. „Das macht die Sicherung der Ladung deutlich einfacher und perfekter, Anti-Rutsch-Matten werden überflüssig“, unterstreicht er. Zudem hat er allen Motorwagen Ladebordwände spendiert, damit die Fahrer Baustellen auch im Fernverkehr einfach beliefern können.

Qualitätsoffensive
Für Rüdinger ist die Investition in die neuen Fahrzeuge ein weiterer Baustein seiner Qualitätsoffensive. In der unternehmenseigenen Meisterwerkstatt werden die Fahrzeuge, die deutschland- und europaweit unterwegs sind, permanent gewartet. Mit seiner automatischen Reifenmessanlage, die bei der Einfahrt in die Krautheimer Firmenzentrale automatisch Reifenprofil, Luftdruck und Achslast jedes einzelnen Rades überprüft, sieht er sich in Sachen Sicherheit als Branchenvorreiter. Ein weiteres wesentliches Qualitätsmerkmal sind für Rüdinger auch die Fahrer. Das Familienunternehmen verzichtet auf Auslandsniederlassungen, setzt lieber auf Fahrer, die in der Nähe des Firmensitzes wohnen. In regelmäßigen Seminaren werden sie im hauseigenen Schulungszentrum weitergebildet. Maßnahmen, die sich auszahlen, auch mit Blick auf die Fachkräftesicherung. Stolz ist der Geschäftsführer auf die 15 Berufskraftfahrer-Azubis, die über drei Lehrjahre verteilt in der Hightech-Spedition ausgebildet werden. (aci)

Hintergrund: Spedition Rüdinger
Der Krautheimer Logistiker hat sich mit 250 Mitarbeitern als Fachspedition für den Maschinen- und Anlagenbau etabliert und beliefert mit 160 Lkw Destinationen europaweit. Der Umsatz betrug 2015 rund 30 Millionen Euro. Dieses Jahr investiert das Unternehmen über acht Millionen Euro, neben der Fahrzeugflotte hauptsächlich in neue Lagerflächen für Rüdingers zweites Standbein – die Lagerlogistik. Auch am Feldversuch für Lang-Lkw des Bundesverkehrsministeriums ist er beteiligt, als einer von aktuell rund 60 Logistikern deutschlandweit. www.ruedinger.de

 



BU: Firmenchef Roland Rüdinger (li.) mit neuen Azubis. 15 seiner insgesamt rund 50 Azubis machen eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer. (Bild: Rüdinger)