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„Hochkonjunktur für KEP-Dienstleister: Welches Potenzial bietet diese Transportsparte?“

Zweistelliges Wachstum: das Potenzial der KEP-Dienste

Wie sich das Potenzial von KEP-Diensten besser nutzen lässt. (Foto: AdobeStock)

Weihnachten steht vor der Tür. Das bedeutet nicht nur Zeit mit der Familie, gutes Essen und das ein oder andere Geschenk. Vielmehr sind in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr Pakete zum Fest der Liebe verschickt worden. Die Corona-Pandemie und das einge-schränkte Weihnachtsfest 2020 sorgten für weiteres Wachstum und einen starken Boom des Online-Handels. Und damit einhergehend auch für die Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP).

Seit einigen Jahren zeigt die Entwicklung des E-Commerce immer nur in eine Richtung: nach oben. Schon vor der Corona-Krise wurden immer mehr Waren im Internet bestellt, seit dem Ausbruch der Pandemie hat sich das noch einmal verstärkt. Allein im vergangenen Jahr betrug der Umsatz in Deutschland knapp 23,5 Milliarden Euro. So berichtet der Händlerbund in seiner Weihnachtsstudie 2020, dass 52 Prozent der Befragten angaben, das Corona-Virus sei gut für das eigene Online-Geschäft. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik e.V. (BIEK) hat in seiner KEP-Studie herausgefunden, dass im Jahr 2020 10,9 Prozent mehr Sendungen verschickt wurden als im Jahr zuvor. Das entspricht 4,05 Milliarden Sendungen, was einen neuen Höchststand markiert. Für dieses Weihnachten rechnet der BIEK mit einem Anstieg um 790 Millio-nen Sendungen (B2B, B2C und C2C) – ein Plus von drei Prozent. Gera-de in der Hochphase vor Weihnachten werden dafür rund 30.000 Saison-Arbeitskräfte und 25.000 zusätzliche Fahrzeuge benötigt. Und die
Entwicklung wird weitergehen, so wird davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Sendungen bis 2025 auf rund 5,7 Milliarden erhöht.
Das schlägt sich auch bei den Unternehmen nieder. So arbeiteten rund 225.000 Menschen in der KEP-Branche, 10.600 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Paketmarkt hat den größten Anteil

Der größte Anteil am Umsatz fällt auf den Paketmarkt mit rund 59 Pro-zent. Expresssendungen machen etwa 21 Prozent, Kuriersendungen circa 20 Prozent aus. Das Wachstum bei den Paketen wird laut BIEK angesichts des wachsenden Online-Handels und den B2C-Sendungen noch steigen. Im Gegensatz dazu wurden weniger B2B-Sendungen im Zuge von Werkschließungen und den Lockdowns im stationären Handel verschickt. Das Volumen der nationalen Paketsendungen reduzierte sich um insgesamt 5,2 Prozent. Es verstärkt sich der Trend, dass der B2C-Anteil am gesamten Sendungsvolumen deutlich zunimmt. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie wuchs 2020 das Sendungsvolumen im C2C-Segment (z.B. Post zu Weihnachten) zweistellig.

Ganz gleich ob Kurier-, Express- oder Paketsendung: Versandhändler und Lieferanten sind auf eine schnelle und direkte Zustellung angewie-sen. Angesichts dieser immer neuen Rekorde stellt sich die Frage, ob die KEP-Dienste noch das Potenzial haben, um diesen Mengen gerecht zu werden. Vor allem die Letzte Meile wird zu optimieren versucht.
So werden derzeit verschiedene Möglichkeiten erprobt, um das stark ansteigende Sendungsvolumen zu bewältigen.

KEP-Potenzial besser nutzen

Eine davon ist etwa die Optimierung der Route. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, mit Daten zum aktuellen Verkehrsaufkommen oder dem Straßennetz die optimale Strecke herauszufinden. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern auch gleichzeitig CO2, da beispielsweise Staus vermieden werden.

Auch durch neue Tracking Apps können Empfänger und KEP-Dienstleister wechselseitig sehen, wo der jeweils andere gerade ist und kommunizieren, um so eine Zustellung beim ersten Versuch zu ermöglichen. Das lässt nicht nur die Freude beim Kunden steigen, gleichzeitig senkt es zudem die Kosten des Dienstleisters. So ergeben sich etwa Übergabeorte wie der Garten des Nachbarn oder der Bäcker um die Ecke.

Eine Möglichkeit, gleich mehrere Sendungen auf einmal zuzustellen, sind die Paketstationen und -shops. Erstere werden an gut erreichbaren Standorten aufgestellt und Kundinnen und Kunden können sich zu jeder Uhrzeit das eigene Paket aus der Station nehmen. Beim Paketshop wird ein Geschäft dafür genutzt, auch Sendungen anzunehmen und auszugeben. In beiden Fällen spart der KEP-Dienstleister nicht nur Geld, sondern CO2 ein, da nur eine Station angesteuert werden muss, anstatt gleich mehrere Haushalte.

Um den Schadstoffausstoß bei der Urbanen Logistik noch weiter zu verringern und die Innenstädte nicht zu verstopfen, wird an weiteren Technologien gearbeitet. So transportieren immer mehr KEP-Dienstleister die Sendungen mit einem elektrischen Fahrzeug. Auch Lastenräder könnten zur Emissionsreduzierung und Entzerrung des Verkehrsaufkommens beitragen.

Lieferengpässe sind nach wie vor Thema

Die innovativsten Ideen und Projekte nützen indes nichts, wenn die Ware nicht vorhanden ist, die zugestellt werden soll. Die Lieferengpässe begannen bereits im März 2020, als plötzlich Nudeln und Toilettenpapier über Wochen ein rares Gut waren. Längst sind auch andere Wirtschafts-zweige, wie etwa die Automotive-Branche, davon betroffen. Diese und andere benötigen dringend die Halbleiterchips. Das Ifo-Institut sagt außerdem, dass etwa Fahrradhändler ebenfalls mit Lieferproblemen zu kämpfen haben und neue Drahtesel erst im Laufe des kommenden Jahres geliefert werden können.

Netzwerk bietet entscheidenden Vorteil

Damit es bei ausreichender Warenmenge nicht zu Problemen kommt, empfehlen wir bei LogCoop, die Transportlösungen von Beginn an in die logistischen Prozesse einzugliedern, um Umschlagszeiten und Lagerdauer zu minimieren. Besonders sollten sich Unternehmen dabei auf verlässliche Partner zurückgreifen, um die Fehlerquote möglichst gering zu halten. Je weniger Unternehmen am KEP-Versand beteiligt sind, desto weniger Probleme können auftreten.

Daher ist ein entscheidender Vorteil, dass die Unternehmen in unserem Netzwerk bereits ihre Infrastruktur mitbringen, sodass auf bestehende Expertise zurückgegriffen werden kann. Die notwendigen Kapazitäten sind vorhanden und zusätzlich zum Transportnetzwerk wird den Unternehmen dabei für Detailfragen ein Ansprechpartner an die Seite gestellt. Sollte es die Situation erfordern, ist es möglich, sämtliche Tätigkeiten ganzheitlich auszulagern.

Es lassen sich natürlich auch nur Teile der Transportlösung auslagern, das obliegt jedem Unternehmen selbst. So ist es möglich, dass sich der Dienstleister lediglich um den Transport und die Zustellung kümmert oder jemanden, der zusätzliche Value Added Services anbietet. Für viele Online-Händler bietet sich indes die vollständige Auslagerung an, um so bei begrenzten Kapazitäten eine deutliche Erweiterung zu realisieren.

 

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